Grünland REVITALisieren

Revitalisieren heißt Qualität und Ertrag halten bzw. verbessern. Rechtzeitige Nachsaat ist eine Standardmaßnahme, um gute Bestände leistungsfähig zu halten. Grundvoraussetzung dabei ist, dass der Bestand überwiegend aus der gewünschten Artenzusammensetzung besteht.
Für Nach- und Übersaat eignen sich nur konkurrenzstarke Pflanzenarten, in erster Linie Deutsches Weidelgras. Geeignete Mischungen sind dafür REVITAL 101 mit Klee und REVITAL 105 ohne Klee.

Die Vorteile einer Nachsaat gegenüber einer Neuansaat sind:
list die vorhandene Grasnarbe wird erhalten
list die Bodenstruktur bleibt erhalten
list der Futterausfall ist geringer
list das Ansaatrisiko ist geringer
list die Kosten sind geringer
 

Nachsaatverfahren

 
Einsaat "Durchsaat"
mit spezieller
Nachsaattechnik
Aussaatstärke
ca. 20 kg / ha
Übersaat "Obenaufsaat"
mit vorhandener
Technik
Aussaatstärke
ca. 5-15 kg/ha
 
 




 
 
Schlitztechnik
Scheibentechnik
Zahnrillentechnik
Fräsrillentechnik
Streifenfrästechnik
Ackerdrilltechnik
Gülletechnik
Düngerstreuer
Handausbringung
Schneckenkornstreuer
 
 
 
 
Nachsaat mit REVITAL 101/105
oder REVITAL 201/205
 
 

Nachsaatverfahren
Der ideale Zeitpunkt für eine erfolgreiche Nachsaat ist abhängig vom Standort und von der Witterung. Die Befahrbarkeit des Bodens, die Bodenfeuchte und die Konkurrenzkraft der Altnarbe sind zu berücksichtigen. Die Nachsaat über Schneckenkorn- oder Düngerstreuer in Kombination mit Striegel oder Walze ist kostengünstig und gut praktikabel. Folgende Zeitfenster bieten sich an:
list im zeitigen Frühjahr bei Vegetationsbeginn
list nach dem 1. Schnitt
list im Spätsommer
Je nach Verunkrautung ist vor der Saat der Einsatz eines selektiven Herbizids in Betracht zu ziehen. Nach der Saat entscheidet die Folgenutzung über den Erfolg der Maßnahme. Wichtig ist eine frühzeitige und häufi ge Nutzung. Wo es möglich ist, bietet sich Beweidung als Erstnutzung an. Dies fördert die Bestockung und Narbendichte. Eine zunächst verhaltene N-Düngung verhindert zu hohen Konkurrenzdruck der Altnarbe. Im Ansaatjahr sollten Sie möglichst keine Gülle einsetzen.

Leistungsfähige Narben durch Neuansaat

Ist der Bestand zu stark verunkrautet oder der Anteil minderwertiger Gräser zu hoch, ist eine Neuansaat unumgänglich.
Beurteilung des Altbestandes:
list Wertvolle Futtergräser unter 50%
list Queckenanteil über 30%
list Lücken über 30%

Grundvoraussetzung jeder Neuansaat ist die Vernichtung der Altnarbe. Dies kann ohne Umbruch nach der Applikation eines Totalherbizids erfolgen oder nach Einsatz des Pfluges. Bei umbruchloser Bearbeitung ist vorab darauf zu achten, dass der Altbestand geräumt werden muss. Zur Neuansaat mit Umbruch ist ein feines Saatbett mit guter Rückverfestigung erforderlich. Gesät wird sehr flach mit max. 2 cm Tiefe.
Ein leichtes Anwalzen nach der Aussaat lässt den Bestand am Besten auflaufen.
 

Neuansaatverfahren

 
ohne Umbruch
mit Umbruch
 
 




 
 
Totalherbizid zur vollständigen Vernichtung der Altnarbe
Totalherbizid oder Acker-Zwischenutzung zur Vernichtung hartnäckiger Schadpflanzen
 
 




 
 
Direktsaat mit spezieller Nachsaattechnik
Saatbettbereitung; Neuansaat mit Ackerdrilltechnik
 
 
 
 
Neuansaat mit REVITAL 201/205, REVITAL 301/305
oder REVITAL 401 und REVITAL 905
 

Als Düngung zur Saat haben sich 30 - 50 kg N/ha bewährt. Ein Schröpfschnitt sollte bei einer Wuchshöhe von ca. 15 cm durchgeführt werden. Sollte eine zweite Düngung erforderlich werden, ist mit ca. 50 kg N/ha zu rechnen. Die erste Nutzung erfolgt bei einer Wuchshöhe von ca. 25 cm, idealerweise in Form von Beweidung.
Auch hier gilt: Die Folgenutzung muss früh und häufig genug erfolgen!