Grünland REVITALisieren
| Revitalisieren heißt Qualität und Ertrag halten bzw. verbessern.
Rechtzeitige Nachsaat ist eine Standardmaßnahme, um gute Bestände leistungsfähig
zu halten. Grundvoraussetzung dabei ist, dass der Bestand überwiegend aus
der gewünschten Artenzusammensetzung besteht. Für Nach- und Übersaat eignen sich nur konkurrenzstarke Pflanzenarten, in erster Linie Deutsches Weidelgras. Geeignete Mischungen sind dafür REVITAL 101 mit Klee und REVITAL 105 ohne Klee. Die Vorteile einer Nachsaat gegenüber einer Neuansaat sind: die vorhandene Grasnarbe wird erhalten die Bodenstruktur bleibt erhalten der Futterausfall ist geringer das Ansaatrisiko ist geringer die Kosten sind geringer |
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Nachsaatverfahren
Der ideale Zeitpunkt für eine erfolgreiche Nachsaat ist abhängig vom Standort und von der Witterung. Die Befahrbarkeit des Bodens, die Bodenfeuchte und die Konkurrenzkraft der Altnarbe sind zu berücksichtigen. Die Nachsaat über Schneckenkorn- oder Düngerstreuer in Kombination mit Striegel oder Walze ist kostengünstig und gut praktikabel. Folgende Zeitfenster bieten sich an:
im zeitigen Frühjahr bei Vegetationsbeginn
nach dem 1. Schnitt
im Spätsommer
Je nach Verunkrautung ist vor der Saat der Einsatz eines selektiven Herbizids in Betracht zu ziehen. Nach der Saat entscheidet die Folgenutzung über den Erfolg der Maßnahme. Wichtig ist eine frühzeitige und häufi ge Nutzung. Wo es möglich ist, bietet sich Beweidung als Erstnutzung an. Dies fördert die Bestockung und Narbendichte. Eine zunächst verhaltene N-Düngung verhindert zu hohen Konkurrenzdruck der Altnarbe. Im Ansaatjahr sollten Sie möglichst keine Gülle einsetzen.
Leistungsfähige Narben durch Neuansaat
| Ist der Bestand zu stark verunkrautet oder der Anteil minderwertiger
Gräser zu hoch, ist eine Neuansaat unumgänglich. Beurteilung des Altbestandes: Wertvolle Futtergräser unter 50% Queckenanteil über 30% Lücken über 30%Grundvoraussetzung jeder Neuansaat ist die Vernichtung der Altnarbe. Dies kann ohne Umbruch nach der Applikation eines Totalherbizids erfolgen oder nach Einsatz des Pfluges. Bei umbruchloser Bearbeitung ist vorab darauf zu achten, dass der Altbestand geräumt werden muss. Zur Neuansaat mit Umbruch ist ein feines Saatbett mit guter Rückverfestigung erforderlich. Gesät wird sehr flach mit max. 2 cm Tiefe. Ein leichtes Anwalzen nach der Aussaat lässt den Bestand am Besten auflaufen. |
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Als Düngung zur Saat haben sich 30 - 50 kg N/ha bewährt. Ein Schröpfschnitt sollte bei einer Wuchshöhe von ca. 15 cm durchgeführt werden. Sollte eine zweite Düngung erforderlich werden, ist mit ca. 50 kg N/ha zu rechnen. Die erste Nutzung erfolgt bei einer Wuchshöhe von ca. 25 cm, idealerweise in Form von Beweidung.
Auch hier gilt: Die Folgenutzung muss früh und häufig genug erfolgen!



Gras