Nachhaltig erfolgreich bewirtschaften

Nachhaltig erfolgreich bewirtschaften bedeutet Qualitätssicherung übers ganze Jahr.

Frühjahr:

Im zeitigen Frühjahr sollten Sie Maulwurfshügel und andere Unebenheiten abschleppen. Sie entfernen damit auch abgestorbene Narbenteile, belüften die Narbe und regen das Wachstum an. Bei lückigen Narben sollte dies unbedingt mit einer Übersaat kombiniert werden.


Ein Walzen zu Vegetationsbeginn stellt den Bodenschluss bei aufgefrorenen Narben wieder her. Wasseraufstieg und Wärmeleitfähigkeit werden verbessert und die Narbe entwickelt eine bessere Tragfähigkeit. Futterverschmutzungen werden verhindert. Striegeln lüftet die Narbe und hilft bei verfilzten Narben. Es lässt sich hervorragend auch mit einer Übersaat kombinieren.

Nutzung:

Eine frühe Nutzung und intensive Beweidung fördern die Bestockung und verbessern die Narbendichte. Spätestens 5 Tage nach dem Abtrieb wird der Bestand auf 6- 8 cm gekürzt. Überständige Grünlandbereiche, Geilstellen und Ampferfruchtstände werden dabei ausgemäht. Das führt zu einem schnelleren Wiederergrünen der Narbe, einem höheren Futterzuwachs und erhöht damit die Futterqualität und die Futteraufnahme. Eine Nachmahd hilft auch gegen Mäuse und verringert den Tipula-Befall.

Die optimale Schnitthöhe (> 6 cm)

Die richtige Schnitthöhe entscheidet mit über Narbenqualität und Ausdauer des Bestandes. Vermeiden Sie unbedingt einen Tiefschnitt unter ca. 6 cm Höhe, da der Bestand sonst schneller austrocknet, die Futterverschmutzung höher ist. Zudem werden bei Tiefschnitt wertvolle Gräserarten geschwächt und Ungräser und Unkräuter gefördert. Stellen Sie ihr Mähwerk auf 6-8 cm Schnitthöhe ein.

Mineraldüngung:

Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über die bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung. Übers Jahr sind der Entzug und die geplante Nutzung zu berücksichtigen. Nicht zu vergessen: Kleehaltige Bestände (mit ca. 20 % Kleeanteil im Bestand) liefern 60-80 kg N/ha. Verhaltene oder ausbleibende N-Düngung ab September fördert die Winterfestigkeit der Narbe.

Gülledüngung:

Für den Einsatz von Gülle sind die REVITAL Qualitäts-Mischungen durchweg gut geeignet, wobei Einzelgaben nicht über 15-20 m³/ha liegen sollten. Generell gilt: lieber öfter wenig Gülle, statt einmal viel!

Wintervorbereitung:

Grünlandbestände dürfen nicht zu üppig in den Winter gehen. Eine Beweidung bzw. ein Schnitt im Spätherbst verhindert die Auswinterung. „Handhoch“ in den Winter verringert auch die Gefahr von Schneeschimmelbefall.

Zusammenfassung nachhaltiger Bewirtschaftungsmaßnahmen:

  • Abschleppen bzw. Striegeln
  • Walzen
  • Nachsaat / Übersaat
  • Frühe Nutzung und intensive Beweidung
  • Optimale Schnitthöhe einhalten / nicht überbeweiden
  • Nachmahd
  • Vorwinterschnitt



Pflanzenschutz:

Wenn die Flächen mit mechanischen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen sind, ist eine chemische Behandlung denkbar. Achtung: Lassen Sie Neuansaaten genügend Zeit sich zu etablieren. Anfängliche Verunkrautung bekommen Sie in der Regel mit früher und häufiger Nutzung in den Griff!download Zur Übersicht Pflanzenschutz im Grünland